A Tribute for Ella and Louis

Thomas Bernold Veröffentlicht am: 15. Januar 2015 Kategorie: Musikszene < zurück

The Making of the Great American Songbook

Die 1956 aufgezeichnete, LP „Ella and Louis“ noch heute als ein Höhepunkt der beiden Ausnahmekünstler Ella Fitzgerald und Louis Armstrong. Rebecca and & the Sophistocats haben dieses Juwel ausgegraben und bringen zwölf der zeitlosen Songs in neuem Gewand auf die Bühne.

Ella and Louis

In den 50er Jahren waren Ella Fitzgerald und Louis Armstrong die wohl beliebtesten Duo-Partner des Jazzgesangs. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Jazztraditionen stammten – Louis hatte seine Wurzeln im frühen Dixieland, Ella war die Swinglady per se – dokumentieren die Aufnahmen ihr perfektes Zusammenspiel. Norman Granz, der das Verve Label hauptsächlich für Ella Fitzgerald gegründet hatte, suchte für die beiden zunächst elf Balladen aus. Diese Auf­nahmen wurden 1956 auf der LP „Ella and Louis“ veröffentlicht.

Begleitet wurden sie von der damals angesagtesten Rhythmusgruppe: Oscar Peterson am Klavier, an der Gitarre Herb El­lis, am Bass Ray Brown und am Schlagzeug Buddy Rich. Dieses Erfolgsrezept wurde von Granz 1957 mit „Ella and Louis Again“ fortgesetzt. So entstanden weitere Meisterwerke. Kritiker bezeichneten die drei Alben als den “Gipfel des populären (Jazz)-Gesangs”.

Das Tribute Programm

Die Songs waren längst Evergreens, als Ella und Louis sie 1956 und 1957 einspielten. Die zeitlosen Melodien entstanden in den 30er Jahren für die damals so beliebten Musicals und Musikfilme. Es war die Epoche wunder-barer Stars wie Fred Astaire und Ginger Rogers. Und es war die grosse Zeit der amerikanischen Komponisten. Heute sind die meisten Filme vergessen. Die Musik aber lebt im „Great American Songbook“ weiter. Song für Song hat der Jazz die Melodien über­nommen und neu interpretiert. Ohne diese Standards wäre der Jazz einiges ärmer.

Unser Tribute Programm vereinigt Tophits jener Zeit. Allen voran die Songs “They All Laughed”, “Let’s Call the Whole Thing Off” und “They Can’t Take That Away from Me” aus dem Film „Shall We Dance“ mit Fred Astaire und Ginger Rogers. Es war die erste Arbeit von George und Ira Gershwin für Hol­lywood. Für den Film „A Damsel in Distress“ schrieben sie 1937 „A Foggy Day“.

Das grosse Thema dieser Filme war ja die Liebe in all ihren Facetten. So führt „Makin’ Whoopee“ aus dem gleichnamigen Musical von Walter Donaldson und Gus Kahn humor­voll vor Augen, was geschieht, wenn man es mit der Treue nicht so ernst nimmt. „A Fine Romance“ aus dem Film „Swing-Time“ beklagt die fehlende Tiefe einer Affäre. „Gee Baby, Ain’t I Good to You“ ist ein Klassiker von Andy Razaf and Don Redman. Bekannt wurde das Selbstgespräch eines verliebten Narren durch das Nat King Cole Trio 1949. Cole Porter schildert in „I Get a Kick out of You“ die Gedanken eines gelangweilten Müssiggängers. „Ill Wind“ von Harold Arlen beschreibt das Erkalten der Liebe. „The Near­ness of You“ von Hoagy Carmichael ist wohl eine der schönsten Jazzballaden über die Urkraft der Liebe.

Line up

Rebecca Spiteri, voc; Lukas Gadola, ss und ts, Thom Grüninger, key, p; Hans Peter Künzle, b; Thomas Bernold, dm;

Mehr darüber unter www.sophistocats.ch